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In guten Händen

Wir sind spezialisiert auf die Durchführung und Nachbehandlung von ambulanten und stationären Gelenkoperationen und die sportmedizinische Betreuung.

Operativ

Schultergelenk

Um die großartige Beweglichkeit des Oberarmes im Schultergelenk zu ermöglichen, ist dieses im Wesentlichen weichteilgeführt. Der runde Oberarmkopf hängt dabei quasi an der Seite der nahezu ebenen Gelenkfläche des Schulterblattes und wird nur von Kapselbandstrukturen und der Muskulatur in seiner Position gehalten. Die ebene Gelenkfläche ist lediglich in ihrer Form zum kugelförmigen Oberarmkopf angepasst durch eine Gelenklippe, die ähnlich einem Rahmen um die Gelenkpfanne herum angebracht ist. Sie dient der Stabilität und Zentrierung des Oberarmkopfes.

Das Schultergelenk als funktionelle Einheit besteht jedoch nicht nur aus dem Hauptgelenk zwischen Oberarmkopf und Schulterblatt, sondern es gehören auch die Gelenke zwischen Schlüsselbein und Brustbein (SC-Gelenk), zwischen Brustbein und Schulterblatt (AC-Gelenk) sowie die Gleitflächen unterhalb des Schulterdaches sowie unterhalb des Schulterblattes am Rumpf dazu. Nur durch diese komplexe Einheit ist es möglich, dass der Arm bis senkrecht über den Kopf gehoben und weit nach innen und außen gedreht werden kann. Die Gelenkflächen des Hauptgelenkes sowie auch des AC-/und SC-Gelenkes sind wie in allen anderen Gelenken auch von Knorpel überzogen und ermöglichen in Verbindung mit der von der Schleimhaut produzierten Gelenkflüssigkeit die geschmeidige und reibungsarme Funktion. Die sogenannte Rotatorenmanschette umschließt den Oberarmkopf und realisiert durch die daran verbundenen Muskeln die Beweglichkeit in allen Ebenen. Eine anatomische Besonderheit stellt die lange Bicepssehne dar, welche die Rotatorenmanschette von innen durchdringt und außerhalb des Gelenkes zur Ellenbeuge zieht.

Schulterbeschwerden sind häufige Krankheitsbilder in der Gelenkspechstunde. Sind schulterunabhängige Ursachen wie zum Beispiel eine Mitbeteiligung der Halswirbelsäule ausgeschlossen, ist die Auswahl geeigneter Behandlungsmethoden (operative und konservative) die Domäne des Schulterspezialisten, um mit möglichst wenig Aufwand eine Beschwerdefreiheit zu erzielen. Einer konservativen Behandlung sind alle Zustände sehr gut zugängig, denen funktionelle Störungen zugrundeliegen oder bei denen es sich um Anfangsstadien unterschiedlicher Krankheitsbilder handelt. So kann durch krankengymnastische Beübungen und gezielte Bewegungsschulungen die Koordination zwischen Schulterblatt und Rumpf ebenso verbessert werden wie die Position des Oberarmkopfes in der Gelenkpfanne mit daraus resultierender Abnahme der Schmerzen unter dem Schulterdach. Liegt dort eine Veränderung mit relativer Enge zum Schulterdach oder zum Rabenschnabelfortsatz vor, kann diese positiv beeinflusst werden. Die häufige Schleimbeutelentzündung unter dem Schulterdach verursacht Schmerzen bei Bewegungen vor allem über Kopf und auch nachts, so dass ein Liegen auf der betroffenen Schulter häufig nicht möglich ist. Überkopfarbeiten sind mit Schmerzen verbunden, schwere Gegenstände lassen sich meist nicht mehr vor dem Körper halten. Betroffen sind zumeist Patienten im mittleren und höheren Alter, in zahlreichen Fällen liegt auch eine Veränderung der Sehnen, die am Oberarmkopf ansetzen, vor. Bringt eine zusätzliche Infiltrationsbehandlung mit natürlichen entzündungshemmenden Medikamenten keine nachhaltige Besserung, sollte eine Entfernung des Schleimbeutels und ggf. auch die von Knochenüberständen mit ihrem behandelnden Arzt besprochen werden. So lässt sich eine wesentliche Verkürzung der Beschwerdedauer erreichen.

Unfallbedingte Verletzungen der Schulter betreffen zumeist Kapselbandstrukturen, im Alter jedoch auch zunehmend die knöchernen Anteile. Dabei kommt es zu Knochenbrüchen unterhalb des Oberarmkopfes oder auch diesen selbst betreffend, so dass in zahlreichen Fällen eine Frakturversorgung mit Platten, Schrauben und in Einzelfällen auch durch ein Kunstgelenk erforderlich wird. Sehr häufig kommt es bei Stürzen oder Fehlbewegungen zur Auskugelung (Luxation) im Schultergelenk nach vorn oder auch nach hinten, wobei Kapselstrukturen und auch knöcherne Gelenkanteile verletzt werden können und das Schultergelenk im Anschluss durch eine Instabilität eingeschränkt ist. Eine solche Schulterluxation muss in Abhängigkeit vom Alter des Patienten, möglicher Vorverletzungen und je nach konkretem Lokalbefund mittels Ruhigstellung oder Refixation der abgerissenen Strukturen behandelt werden.

Eine typische Verletzung ist auch die des Schultereckgelenkes, wobei es zur Zerreißung von Bändern- und Kapselstrukturen zwischen dem Schlüsselbein und dem Schulterblatt mit anschließendem Höhertreten des Schlüsselbeines kommen kann. Je nach einwirkender Kraft zerreißen dabei die Weichteilstrukturen teilweise oder vollständig. Auch hier kann in zahlreichen Fällen eine nichtoperative Behandlung erfolgen, während bei ausgeprägtem Befund ein AC repair mittels minimalinvasiver Techniken möglich ist. Chronische Instabilitäten sind speziellen Operationsverfahren vorbehalten.

Vor allem Frauen leiden unter Kalkeinlagerungen der Rotatorenmanschette (Kalkschulter), die sich zumeist am knöchernen Ansatz befinden und plötzlich massive Schmerzen beim Bewegen hervorrufen.

Lassen sich die akuten Schmerzen nicht durch Ruhigstellung, Kühlung und die Einnahme entzündungshemmender Medikamente lindern, sollte eine Röntgenaufnahme durchgeführt werden, um die Diagnose zu sichern. Zwar ist bekannt, dass die durch den Kalkherd vermittelten Beschwerden auch spontan wieder verschwinden, nicht bekannt ist jedoch die individuelle Dauer dieses Zeitraums. Dem Patienten ist also wenig geholfen, wenn er die Selbstheilung abwartet, da die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen häufig sehr stark sind. In vielen Fällen kann eine fokussierte Stoßwellenbehandlung (ESWT) den Kalkherd beeinflussen, so dass Beschwerdearmut resultiert und der Kalkherd sich im Idealfall auch auflöst. Kommt eine solche Stoßwellenbehandlung nicht in Frage, ist die operative Entfernung eine verlässliche Option zur schnellen Lösung des Problems. Hierbei wird der Kalkherd über kleine Inzisionen in Schlüssellochtechnik aufgesucht, eröffnet und entfernt. In manchen Fällen kann dazu auch ein kleiner offener Zugang erforderlich sein.

Knorpelschäden im Schultergelenk sind im Vergleich zu anderen großen Gelenken eher die Ausnahme, jedoch ist auch hier die stadienabhängige Abnutzung der Knorpeloberfläche bis hin zur Verformung des Oberarmkopfes und komplettem Funktionsverlust und starken Schmerzen möglich und außerordentlich einschränkend, vor allem wenn es sich um den dominanten Arm handelt. Eine sehr erfolgreiche Form der Behandlung beginnender Knorpelschäden ist die Gabe von Hyaluronsäure (Viscosupplementation) oder Eigenblut in das Gelenk, um durch Entzündungsreduktion, verbesserte Knorpelernährung und Gelenkschmierung eine Linderung der Schmerzen und einen Funktionsgewinn zu erzielen. Auch alle modernen operativen Verfahren zur Knorpelbehandlung können im Schultergelenk zur Anwendung kommen, so dass durch Entfernung loser Knorpel- und entzündlicher Gewebsanteile und dem Microfracturing oder Nanofracturing zumeist eine zufriedenstellende Situation für den Patienten erreicht werden kann. Liegt eine schwere Schädigung des Knorpels im Sinne einer Schulterarthrose vor, lässt sich die verschlissene Oberfläche des Oberarmkopfes und/oder auch der Gelenkpfanne ersetzen. Hierzu stehen verschiedene operative Verfahren und Implantate zur Verfügung.

Die Arthrose des Schultereckgelenkes als sehr häufige Begleit- oder auch Einzelerkrankung lässt sich sehr gut arthroskopisch durch Entfernung der geschädigten Knorpelfläche behandeln und führt schon nach kurzer Zeit wieder zur vollen Belastbarkeit und Funktionsfähigkeit des Schultergelenkes.

Viele Patienten leiden vor allem im zunehmenden Alter an Veränderungen der Rotatorenmanschette. Diese beruhen nur in seltenen Fällen auf unfallbedingten Verletzungen, zumeist jedoch sind sie Ergebnis altersabhängiger Verschleißprozesse im Sehnengewebe mit dann verminderter oder gar aufgehobener Belastbarkeit bei plötzlich einwirkenden Kräften oder auch beim Sturz. Durch Abriss einer oder mehrerer der insgesamt 4 Sehnen kommt es neben starken Schmerzen vor allem zu Funktionseinbußen, so dass das Heben des Armes über Kopf kaum noch möglich ist und eine deutliche Kraftminderung hinzukommt. Nur die genaue Untersuchung des Schultergelenkes durch einen Schulterspezialisten, die ggf. auch eine Ultraschall- oder MRT-Untersuchung einschließt, kann die Lokalisation und das Ausmaß der Verletzung festgestellt werden und somit auch die Notwendigkeit und Prognose einer Wiederherstellung der ursprünglichen Anatomie.

Rupturen der Rotatorenmanschette können sowohl frisch als auch alt, von guter oder schlechter Gewebequalität und in unterschiedlichen Rissformen vorliegen und sind daher immer individuell zu behandeln. Spricht nichts gegen eine Wiederherstellung der Sehnenkontinuität, wird der Arzt eine Refixation am Knochen empfehlen. Dabei werden durch spezielle Implantate die Sehnenstümpfe der abgerissenen Rotatorenmanschettenanteile wieder an ihre ursprüngliche Position fixiert. Eine im Vergleich langdauernde Nachbehandlung mit Entlastung des Armes und schrittweiser Beübung der Bewegung sowie der Kraft führen nach etwa 8 bis 12 Wochen zu einer schmerzfreien Funktion des Schultergelenkes.

Erkrankungen der langen Bicepssehne werden durch deren besondere Anatomie beeinflusst. Schädigungen an der Anheftung oberhalb der Gelenkpfanne (SLAP-Läsionen) verursachen gleichermaßen typische Beschwerden wie solche durch Verletzungen im Bereich ihres Durchtritts durch die Rotatorenmanschette (Pulley-Läsion) oder infolge von Entzündungen oder Einrissen. Je nach Befund, Alter und Lokalisation kann die Therapie mittels SLAP repair, Tenotomie oder Tenodese der Bicepssehne zu einem sehr guten Ergebnis führen.

Vor allem Frauen leiden an plötzlich einsetzenden Schmerzen und zunehmender Schultersteife. Die sogenannte frozen shoulder steht oft im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen und ist eine in Phasen verlaufende schmerzhafte Einsteifung des Schultergelenkes, deren Verlauf sich über bis zu 4 Jahre hinziehen kann. Sie ist abzugrenzen von der Schultersteife nach Unfall, Operation oder bei Arthrose. Während sich im Frühstadium der Erkrankung eine konservative und vor allem Schmerzbehandlung empfiehlt, kann die zum Teil schwere Beeinträchtigung der Funktion im weiteren Verlauf auch sehr gut operativ beeinflusst werden, indem Verklebungen und Vernarbungen beseitigt werden. Auch hierbei muss ausgeschlossen sein, dass andere Krankheitsursachen die Beschwerden bedingen.

Weitere Erkrankungen im Schultergelenk sind die bei entzündlichem Rheuma, bei anlagebedingten Instabilitäten, bei Nervenkompressionssyndromen, Stoffwechselstörungen oder durch freie Gelenkkörper. In jedem Fall muss der behandelnde Schulterspezialist die Ursache detailliert erkennen, um eine gezielte und erfolgreiche Behandlung mit möglichst wenig Aufwand für den Patienten und kurzer Nachbehandlungszeit auszuwählen.

 

Ellenbogen

Im Ellenbogengelenk treffen der Oberarmknochen sowie die beiden Unterarmknochen zusammen und bilden zum einen ein Scharniergelenk zwischen dem Oberarmknochen und der Elle (Ulna) sowie zwischen Oberarmknochen Speiche (Radius). Auch Elle und Speiche haben im Ellenbogengelenk Kontakt miteinander, wobei die Speiche drehbar an der Elle befestigt ist. Alle 3 Gelenkkomponenten sind durch eine gemeinsame Kapsel miteinander verbunden, die durch Verstärkungszüge im Sinne von Bandstrukturen an der Innen- und Außenseite gekennzeichnet ist. Alle Gelenkflächen sind auch im Ellbogen mit einer Knorpelschicht überzogen, die zusammen mit der von der Schleimhaut produzierten Gelenkflüssigkeit für ein problemloses Gleiten der Gelenkflächen sorgt. Durch die enge knöcherne Führung sind im Ellenbogengelenk quasi nur Scharnierbewegungen möglich, die Rotation des Unterarmes wird durch die besondere Ausbildung des sogenannten Radiusköpfchens ermöglicht.

Unter den Unfallverletzungen des Ellenbogengelenkes finden sich zahlreiche Frakturformen sowohl auf Oberarm- als auch auf Unterarmseite, die eine sofortige Behandlung mittels Verschraubung, Plattenosteosynthese oder Spickdrahtversorgung erfordern. Gerade bei Luxationen (Verrenkungen) sind die Kapselbandstrukturen zum Teil stark in Mitleidenschaft gezogen und bedürfen einer Refixation und Ruhigstellung. In Einzelfällen kann durch eine Gipsimmobilisation auch ohne Operation ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.

Eine der häufigsten Erkrankungen ist die Epicondylitis, der sogenannte Tennis- bzw. Golferarm, bei dem es sich um schmerzhafte Zustände an den beiden Knochenvorsprüngen des Oberarms am Ursprung der Unterarmbeuge- bzw. -streckmuskulatur handelt. Durch chronische Überlastung aufgrund monotoner Beanspruchung kommt es zur Spannungserhöhung der Sehnen und somit zu typischen Schmerzen und Krafteinschränkungen. Die Behandlung der Epicondylitis ist eine Domäne der konservativen Therapie und kann mittels Eisauflagen, Dehnungs- und Querfriktionsbehandlungen sowie physio- und manualtherapeutische Beübungen sehr gut erfolgen. Kommt es zu keiner ausreichenden und schnellen Linderung der Beschwerden, können sehr gute Behandlungsergebnisse in kurzer Zeit durch Anwendung der fokussierten Stoßwellentherapie (ESWT) und/oder Eigenbluttherapie (PRP) erzielt werden.

Häufigste Komplikation sowohl ohne als auch nach erfolgter Operation ist die Gelenksteife aufgrund längerer Ruhigstellung oder auch vorliegender Arthrose des Ellenbogengelenkes. Liegt eine Gelenksteife im Ellbogen vor, muss zunächst die Ursache ermittelt werden. Neben einer unfallbedingten Ursache kann diese auch durch freie Gelenkkörper, Knochenüberstände, Entzündungen und Arthrose hervorgerufen sein.

Zur Verbesserung der Beweglichkeit des Ellbogengelenkes ist eine minimalinvasive Operation mittels Arthroskopie hilfreich, bei der die Kapselstrukturen gelöst, Vernarbungen, freie Gelenkkörper, Schleimhautfalten und entzündliche Veränderungen entfernt und geschädigte Knorpelareale gezielt behandelt werden. In gleicher Sitzung werden auch Knochenüberstände, die das Bewegungsausmaß reduzieren, beseitigt. Die Arthrose im Ellenbogengelenk ist auf oft umschriebene Gelenkanteile begrenzt und kann auch Folge einer früheren Unfallverletzung sein. Durch die konservative Behandlung mit Hyaluronsäure (Viscosupplementation) oder Eigenbluttherapie (PRP) können Frühstadien im Sinne oberflächlichen Knorpelverschleißes sehr gut und nachhaltig behandelt werden.

Instabilitäten des Bandapparates, die eine nicht zu vernachlässigende Ursache für chronische Ellbogengelenksbeschwerden seien können, bedürfen einer Stabilisationsoperation, wodurch die sichere Führung des Gelenkes wiederhergestellt wird.

Die Verletzung oder Erkrankung der langen Bizepssehne an ihrem Ansatz in der Nähe des Ellbogengelenkes verursacht häufig starke Schmerzen und Funktionseinschränkungen unter Belastung. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ nach genauer Feststellung der Ursache, für die eine MRT-Untersuchung hilfreich ist. Ist die konservative Therapie nicht erfolgreich, kann die Revision und Refixation der Bizepssehne an ihren Insertionsort erforderlich sein.

 

Hüftgelenk

Das Hüftgelenk verbindet als großes Kugelgelenk den Rumpf mit der unteren Extremität. Der Hüftkopf sitzt in der Hüftpfanne, die an ihrem Rand von einem dichtungsähnlichen Knorpelring umgeben ist. Die beiden Gelenkpartner sind mit einem elastischen Knorpelüberzug versehen, der zusammen mit der Gelenkschmiere, die von der Gelenkschleimhaut gebildet wird, die reibungsarme Bewegung sicherstellt. Das Hüftgelenk ist in allen Richtungen beweglich, das Bewegungsausmaß wird dabei durch die knöcherne Konstellation und die Gelenkkapsel mit ihren Verstärkungszügen limitiert. Für eine reibungslose Funktion des Hüftgelenkes ist neben der ungestörten Beweglichkeit vor allem die Belastbarkeit des Gelenkknorpels von entscheidender Bedeutung. Bei den Erkrankungen des Hüftgelenkes zählen neben denen des Kindesalters die degenerativen Veränderungen zu den häufigsten Situationen, die eine Konsultation beim Gelenkspezialisten erfordern.

Wie bei den anderen großen, lasttragenden Gelenken auch, ist die Erkrankung des Gelenkknorpels eine häufige Situation im höheren Lebensalter, bei hohem Körpergewicht, langjährigen Überlastungen wie zum Beispiel beim Fußball, genetischer Disposition oder infolge eines Unfalls oder aufgrund von Erkrankungen im Kindesalter wie zum Beispiel einer Fehlbildung. Durch das Missverhältnis von Belastung und Belastbarkeit kommt es zur Dekompensation des Gelenkknorpels oder auch zur Ausbildung von knöchernen Anbauten am Pfannenrand oder am Schenkelhals. Aber auch Schäden am Knorpelring mit späterem Eintreten von Gelenkflüssigkeit in den Knochen führen schließlich zur typischen Symptomatik mit Belastungsschmerzen, Bewegungseinschränkungen und/oder chronischen Entzündungen.

Unfallverletzungen der Hüftgelenksregion betreffen zumeist ältere Patienten durch Sturzereignisse bei oft verminderter Knochenqualität. Die unterschiedlichen Formen der Schenkelhals- oder Oberschenkelfraktur erfordern nahezu ausschließlich eine stationäre Behandlung zur Verplattung und Verschraubung bzw. dem Einbau eines Marknagels oder einer Endoprothese.

Im Mittelpunkt der Behandlung auch von Hüftbeschwerden steht die möglichst frühzeitige Klärung der Ursache der beklagten Beschwerden, die insbesondere durch die klinische Untersuchung sowie die Anfertigung von Röntgen- und/oder MRT-Aufnahmen für den Spezialisten kein Problem darstellt. Nicht selten sind die eigentlichen Verursacher von Schmerzen Veränderungen der Lendenwirbelsäule oder des Beckens. Neben der physiotherapeutischen und medikamentösen Behandlung von Frühsymptomen kommen auch gezielte Infiltrationen von knorpelerhaltenden und antientzündlichen Medikamenten wie Hyaluronsäure oder Eigenblutpräparaten (PRP) als sinnvolle und wirksame Maßnahmen infrage. Die minimalinvasive gelenkerhaltende Behandlung struktureller Erkrankungen des Hüftgelenkes kann durch die Hüftarthroskopie mit Entfernung überstehender knöcherner Anteile oder der Gelenkschleimhaut sowie auch durch Knorpelregenerationsverfahren und das Wiederanheften des Meniskus-ähnlichen Knorpelringes am Pfannenrand erfolgen. Bei schwerwiegenden Fehlstellungen kommen auch Umstellungsoperationen zum Gelenkerhalt sowohl auf der Pfannen- als auch auf der Oberschenkelseite infrage. Sind alle Möglichkeiten zum Gelenkerhalt ausgeschöpft, ist die endoprothetische Versorgung eine altbewährte und sehr erfolgreiche Behandlung zur Beseitigung chronischer Schmerzen und Belastungsdefizite sowie zum Ausgleich von Fehlstellungen und Bewegungsdefiziten. Dabei wird durch einen herkömmlichen oder auch einen minimalinvasiven Zugang muskelschonend eine möglichst knochensparende Operationstechnik mit Ersatz des Hüftkopfes und der Hüftpfanne durchgeführt. Die Auswahl des Operationsverfahrens sowie der Implantate und die erforderliche Nachbehandlung nach Einsetzen einer Hüftendoprothese werden individuell ausgewählt und mit dem Patienten besprochen. Sie richten sich nach Alter, Knochenqualität, Grunderkrankung, Gelenkzustand und persönlichen Anforderungen. Die Haltbarkeit eines zementierten oder nicht zementierten künstlichen Hüftgelenkes beträgt bis zu 30 Jahren, so dass es aus heutiger Sicht keinen Sinn macht, wertvolle Lebensjahre mit Einschränkungen hinsichtlich Schmerz und Funktionsminderung zu verlieren und auf die Teilnahme am Leben einschließlich Sport und Berufstätigkeit zu verzichten.

Unter Beachtung der individuellen Gegebenheiten kann einem Patienten auch die Wiederaufnahme sportlicher Tätigkeiten einschließlich alpinem Skifahren und ebenso auch die weitere Ausübung des bisherigen Berufes in nahezu jedem Fall in Aussicht gestellt werden. Es sollte somit der Vergangenheit angehören, dass man aus falsch verstandener Vorsicht eine an sich erfolgversprechende Operation aufschiebt und sich die Arthrose des Hüftgelenkes durch zunehmende Einschränkungen der Beweglichkeit mit Folgen für das Gangbild und die benachbarten Gelenke zunehmend ausweitet.

 

Kniegelenk

Das Kniegelenk ist das am häufigsten betroffene große Gelenk, wenn es um die Behandlung von degenerativen Veränderungen oder Verletzungen geht. Im Kniegelenk artikuliert der Oberschenkel (Femur) mit dem Unterschenkelknochen (Tibia) und zusätzlich mit der Kniescheibe (Patella). Die Oberschenkelgelenkfläche ähnelt in ihrer Form einer Rolle, die des Schienbeins eher einem flachen Plateau. Die Kniescheibe ist als Sesambein in die Sehne der gemeinsamen Oberschenkelstreckmuskulatur integriert und lenkt die Streckkräfte ähnlich einer Umlenkrolle um. Die elastischen Knorpelüberzüge beider Knochen ermöglichen in Verbindung mit der im Gelenk vorhandenen Gelenkflüssigkeit, die von der Schleimhaut stetig in das Gelenk abgegeben wird, eine optimale Bewegung und die Absorption von Stoßbelastungen. Die Unterschiede in der Gelenkgeometrie von Ober- und Unterschenkelknochen werden durch die beiden faserknorpeligen Menisken ausgeglichen, die sich den Gelenkflächen in den verschiedenen Beugestellungen anpassen können. Das Kniegelenk wird zentral von 2 kräftigen Bandstrukturen gesichert, dem vorderen und dem hinteren Kreuzband. Umgeben wird das Kniegelenk von einer straffen Gelenkkapsel, deren Verstärkungszüge vor allem an der Innen- und Außenseite den Seitenbändern entsprechen, wobei das innenseitige fest mit der Kapsel verwachsen ist.

Bei einem Unfallereignis können einzelne oder mehrere Strukturen des Kniegelenkes Schaden nehmen, so dass unterschiedliche Verfahren zur Wiederherstellung der Kniegelenksfunktion erforderlich sein können. In den meisten Fällen kommt es durch Stürze und Verdrehungen zu Verletzungen der Weichteile, so z.B. zum Meniskusriss, zur Kreuzbandruptur oder zur Seitenbandschädigung. Aber auch ein Knorpelschaden, Knochenmarködeme (bone bruise) oder gar Frakturen mit und ohne Beteiligung der Gelenkflächen können eine längere Behandlung mit Entlastung des betroffenen Beines erfordern.

Kommt es zu unfallbedingten Verletzungen des Kniegelenkes, besteht häufig eine Mitbeteiligung des Bandapparates. Dabei sind in typischerweise in Abhängigkeit vom jeweiligen Unfallmechanismus einzelne oder mehrere Strukturen betroffen. Verletzungen des Außen- oder Innenbandes können dabei zumeist konservativ mittels Ruhigstellung und Entlastung behandelt werden. Beim Kreuzbandriss, der zumeist das vordere Kreuzband betrifft, muss hingegen oft eine operative Behandlung für die vollständige Wiederherstellung des Kniegelenkes durchgeführt werden, wobei der spezialisierte Kniechirurg aus einer Vielzahl von Methoden und Materialien auswählen kann und muss. Sowohl die Empfehlung für ein operatives oder konservatives Vorgehen bei der Behandlung als auch die Auswahl des Transplantates, des OP-Verfahrens, der verwendeten Implantate, der Optionen eines möglichen Kreuzbanderhaltes und den Zeitpunkt einer solchen Operation betreffend sind Parameter einer individuellen Betreuung des Patienten mit seinen Besonderheiten und Anforderungen.

Einen wichtigen Teil der Behandlung nimmt die Rehabilitation ein, die einer engen ärztlichen Überwachung bedarf. Erwartet werden kann beim Fehlen zusätzlicher Verletzungen vor allem des Knorpels eine volle Wiederherstellung der Sportfähigkeit und Funktion des Kniegelenkes sowohl bei Kreuzband erhaltenden als auch bei Kreuzband ersetzenden operativen Maßnahmen.

Bei einem Meniskusriss kommt es aufgrund übermäßiger Krafteinwirkung auf den Innen- und/oder Außenmeniskus zu Rissbildungen im Faserknorpelgewebe, die unterschiedliche Formen und Ausdehnungen aufweisen können.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen Rissen, die aufgrund einer degenerativen Vorschädigung z. B. beim einfachen längeren Hocken auftreten können, und solchen, die im Rahmen eines Unfallgeschehens häufig als Begleitverletzung entstehen.

Je nach Ursache, Lokalisation, Ausdehnung und Rissform ist eine Wiederherstellung (Naht) des Meniskus oder die Entfernung von Meniskusanteilen die Therapie der Wahl.

Während bei der Resektion loser Meniskusanteile eine sehr schnelle Wiederherstellung der Funktion und Belastbarkeit des Kniegelenkes möglich ist, bedingt eine Naht über mehrere Wochen die Einschränkung der Beweglichkeit und Belastbarkeit vor allem in der Hocke, so dass für die anzustrebende vollständige Wiederherstellung des Meniskus Einschränkungen in der Arbeits- und Sportfähigkeit übergangsweise hingenommen werden müssen.

Nur sehr selten ist der Meniskusersatz im Sinne der Transplantation oder als Implantat indiziert. Die Ergebnisse sind insgesamt noch wenig erfolgversprechend und einzelnen Fällen vorbehalten.

Knorpelschädigungen sind mit Abstand die häufigste Indikation für das Aufsuchen eines Gelenkspezialisten. Ebenso wie die Veränderungen an den Menisken sind auch die Knorpelstrukturen des Kniegelenkes einer schrittweisen Alterung ausgesetzt. Dies führt über die Verminderung der ursprünglich idealen Gleiteigenschaften durch Strukturverluste der Gelenkschmiere sowie der oberflächlichen Knorpelschichten auf Molekularebene schrittweise zum Aufbrauch der Grenzschichten und dem Verschleiß der Knorpelschicht. Symptomatisch wird dieser Prozess der Arthrose meist durch entzündliche Begleitprozesse, die zu Schwellungen und Belastungsschmerzen führen und eine zunehmende Einschränkung des Patienten bewirken. Je nach Lokalisation, Ausdehnung und Ausmaß des Knorpelschadens in Bezug auf seine Tiefe sind heute mit modernen Verfahren deutliche Verbesserungen hinsichtlich der Belastbarkeit und Schmerzlinderung und somit der Lebensqualität möglich.

Während oberflächliche Knorpelschäden ohne begleitende Meniskus- oder Bandverletzungen auch sehr gut konservativ mittels Muskelaufbau, physiotherapeutischen Verfahren oder Hyaluronsäure und Eigenblutbehandlung (PRP) behandelt werden können, ist bei fortgeschrittenen und tiefen, großflächigen Knorpelveränderungen perspektivisch meist der Gelenkersatz durch ein Implantat erforderlich. Zur Vermeidung bzw. Verzögerung einer Gelenkersatzoperation dienen arthroskopische Eingriffe, durch welche die entzündliche Komponente im Gelenk, lose Knorpelanteile, freie Gelenkkörper, Bandauffaserungen und insgesamt das Milieu durch Ausspülung von Stoffwechselprodukten mittels Schlüssellochtechnik sehr gut behandelt werden können. Im Falle unfallbedingter und kleinerer Knorpelschäden sind auch der lokale Austausch von Knorpelgewebe mit Implantation aus Spenderregionen oder die Knorpelzelltransplantation möglich. In manchen Fällen, insbesondere bei begleitenden Achsfehlstellungen z. B. beim O-Bein, müssen auch diese Fehlstellungen korrigiert werden, um einer lokalen Gelenküberlastung entgegenzuwirken. Weitere und häufig verwendete Verfahren bei höhergradigen Knorpelschäden sind auch die Mikro- bzw. Nanofrakturierung, wobei mittels spezieller Werkzeuge kleine Läsionen im Knochen erzeugt werden, um die Bildung von Knorpelersatzgewebe anzuregen.

Ist eine gelenkerhaltende Knorpelbehandlung nicht oder nicht mehr möglich, besteht das Ziel der Behandlung in der geringstmöglichen Versorgung des Gelenkes mit künstlichen Oberflächen. Die Endoprothetik ist bei richtiger Indikationsstellung ein segensreiches Verfahren, andauernde Belastungsbeschwerden und funktionelle Einschränkungen dauerhaft zu beseitigen. Möglich sind der kleinflächige Austausch von Defektzonen bis hin zum Ersatz einzelner Gelenkanteile (Innenseite, Außenseite, Kniescheibenlager) oder bei Vorliegen großflächiger und auch knöcherner Veränderungen der Einbau einer kompletten Knieendoprothese. Ist der Einbau einer solchen Totalendoprothese unumgänglich, kann damit auch eine Achsfehlstellung, eine Bandinstabilität oder eine Bewegungseinschränkung vollumfänglich ausgeglichen werden. Ob und wann ein Teilersatz, eine Knieendoprothese oder ein anderes Ersatzverfahren zur Anwendung kommen sollte, wird erst Ihr Gelenkspezialist nach eingehender Befragung und Untersuchung gemeinsam mit Ihnen herausfinden.

Die Haltbarkeit eines zementierten oder nicht zementierten künstlichen Kniegelenkes beträgt bis zu 20 Jahren, so dass es aus heutiger Sicht keinen Sinn macht, wertvolle Lebensjahre mit Einschränkungen hinsichtlich Schmerz und Funktionsminderung zu verlieren und auf die Teilnahme am Leben einschließlich Sport und Berufstätigkeit zu verzichten.

Unter Beachtung der individuellen Gegebenheiten kann einem Patienten auch die Wiederaufnahme sportlicher Tätigkeiten einschließlich alpinem Skifahren und ebenso auch die weitere Ausübung des bisherigen Berufes in vielen Fällen in Aussicht gestellt werden. Es sollte somit der Vergangenheit angehören, dass man aus falsch verstandener Vorsicht eine an sich erfolgversprechende Operation aufschiebt und sich die Arthrose des Kniegelenkes durch zunehmende Einschränkungen der Beweglichkeit mit Folgen für das Gangbild und die benachbarten Gelenke zunehmend ausweitet.

 

Sprunggelenk

Unter dem Sprunggelenk versteht man landläufig eigentlich nur die Verbindung von Schien- und Wadenbein mit dem Sprungbein, was dem oberen Sprunggelenk entspricht. Anatomisch setzt sich das Sprunggelenk jedoch aus dem oberen und dem unteren Sprunggelenk mit einem vorderen und hinteren Anteil zusammen. Das obere Sprunggelenk entspricht einem Scharniergelenk, wobei Schien- und Wadenbein mit der sogenannten Malleolengabel das Sprungbein beidseits umfassen und durch eine Verbindung (Syndesmose) fest miteinander verbunden sind. Das vordere untere Sprunggelenk besteht aus der Verbindung von Sprung-, Fersen- und Kahnbein, während das hintere untere Sprunggelenk aus der Verbindung von Sprung- und Fersenbein besteht. Alle Gelenkflächen sind mit Knorpelüberzügen ausgestattet, die in Verbindung mit der von der Schleimhaut gebildeten Gelenkflüssigkeit die reibungsarme Bewegung der Gelenkpartner erlauben. Von großer Bedeutung sind die Kapsel- und Bandstrukturen des Sprunggelenkes. Insbesondere an der Außenseite, wo sich 3 bandartige Kapselverstärkungen befinden, sind häufig Verletzungen zu behandeln. Auch an der Innenseite wird durch das fächerförmige Innenband die Stabilität der Gelenkpartner gewährleistet. Zur Stabilisation des Sprunggelenkes und auch des gesamten Fußes tragen an der Innen- und Außenseite sowie an der Rückseite verlaufende Sehnen bei, deren Erkrankung auch zu Einschränkungen im Sprunggelenk führen kann.

Die unfallbedingten Verletzungen des Sprunggelenkes betreffen in einer Vielzahl der Fälle den Kapselbandapparat vor allem der Außenseite durch Umknicken, wobei es zur Dehnung oder Zerreißung eines oder mehrerer Bandstrukturen kommen kann. Bei hoher Krafteinwirkung kann es jedoch auch zur Zerreißung ganzer Kapselanteile mit Verrenkung von Fußwurzelknochen und der Fraktur einzelner Gelenkpartner kommen. Sehr häufig kommt es zu einer Verletzung der Bandverbindung zwischen Schien- und Wadenbein (Syndesmose) oder der Fraktur des Wadenbeines (Weber A-, B-, C-Fraktur). Knochenbrüche können auch alle übrigen Gelenkpartner betreffen und sind schnellstmöglich operativ mittels Platten- oder Schraubenosteosynthese oder Spickdrähten zu behandeln.

Kommt es nicht zur vollständigen Ausheilung von Weichteilverletzungen durch konservative Maßnahmen wie Ruhigstellung, Bandagierung, Tape-Verbände oder die Anlage eines Gipsverbandes, sollte bei verbleibender Instabilität die Wiederherstellung der Kapselbandstrukturen durchgeführt werden. Ein etabliertes Verfahren bei der häufigen Instabilität des Außenbandapparates ist die arthroskopisch durchgeführte Technik nach Broström-Gould, die zu sehr guten Ergebnissen hinsichtlich der Stabilität des Sprunggelenkes führt.

Sehr oft bestehen nach Knöchelfrakturen schmerzhafte Bewegungseinschränkungen (z. B. beim Hocken) an der Knöchelaußenseite. Dabei handelt es sich um Vernarbungen, die durch die Bandverletzung entstanden sind und im Gelenkraum eingeklemmt werden, wenn der Fuß bewegt wird. Dieses sogenannte Weichteilimpingement lässt sich sehr gut und mit nur kurzer Ausfallzeit durch eine Arthroskopie des oberen Sprunggelenkes beseitigen. Das gleiche gilt für freie Gelenkkörper, die sich im vorderen oder hinteren Gelenkbereich befinden können und in Schlüssellochtechnik entfernt werden.

Die Arthrose des Sprunggelenkes kann in jedem der Gelenkanteile durch Unfallfolgen, chronische Überlastungen, Entzündungen, Fehlstellungen oder Knorpelverschleiß entstehen. Auch hierbei gilt, dass durch die frühzeitige Feststellung der Beschwerdeursache eine Knorpelbehandlung erfolgreich mittels Injektionen von Hyaluronsäure oder Eigenblut (PRP) behandelt werden kann. Sind die Knorpelveränderungen höhergradig, so kann durch eine minimalinvasive arthroskopische Operation die Knorpelbehandlung mittels Microfracturing oder Nanofracturing, Entfernung von losen Anteilen und Entzündungsgewebe effektiv behandelt werden. Schweren Veränderungen sind offene Operationsverfahren vorbehalten. Bei fortgeschrittenen Veränderungen mit Aufbrauch der Gelenkflächen ist nur eine Kunstgelenkimplantation (Endoprothese) oder die Versteifung eines oder mehrerer Sprunggelenksanteile erforderlich, wenn konservative Maßnahmen wie eine orthopädische Schuhzurichtung ohne Erfolg bleiben.

Kommt es durch Riss oder Verletzung oder altersbedingte Veränderungen zu Beschwerden der Achillessehne, ist eine operative Behandlung der konservativen hinsichtlich Behandlungsdauer und Ergebnis im Regelfall überlegen. Die individuelle Beurteilung der Krankheitsursache, ihres Ausmaßes und der Erfordernisse des Patienten führen im Dialog mit dem Gelenkspezialisten zu einer individuellen Festlegung der optimalen Behandlung.

Schmerzen im Bereich des Achillessehnenansatzes sind typisch beim Vorliegen eines hinteren Fersensporns oder einer Haglund-Exostose. Diese Veränderungen führen regelmäßig zu starken Beschwerden und Einschränkungen beim Sport und erfordern die Abtragung der knöchernen Überstände, sofern der Behandlungsversuch mit Anpassung des Schuhwerkes oder fokussierter Stoßwellentherapie (ESWT) keinen Erfolg erbringt.

Liegen knöcherne Fehlstellungen im Sprunggelenk vor, kann durch eine korrigierende Umstellungsoperation einem vorzeitigen Gelenkverschleiß entgegengewirkt werden.

Konservativ

PRT

Für Patienten mit langanhaltenden oder sehr starken Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und/oder Ausstrahlung in die Beine gibt es die Möglichkeit, Schmerzmittel direkt an den Ort der Ursache zu spritzen.

Die PRT ist eine symptomatische Behandlungsmethode eines von einer Nervenwurzel ausstrahlenden (radikulären) Rückenschmerzes. Dabei wird die Nervenwurzel entweder durch einen Bandscheibenvorfall oder durch Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule bedrängt.

Durchführung

Mit Hilfe der Computertomographie (CT) verabreicht der Arzt bildgestützt, das heißt unter Sicht, eine Mischung aus einem Schmerzmittel und Kortison direkt an die Stelle, wo der betroffene Nerv den Spinalkanal verlässt. Mit einer dünnen Nadel wird in Bauchlage im Computertomographen durch die Haut die Nervenwurzel, welche für die Entstehung des Schmerzes verantwortlich ist, aufgesucht und dort gezielt behandelt.

Komplikationen und Nebenwirkungen

Unerwünschte Nebenwirkungen (z.B. Juckreiz, Übelkeit, selten Kreislaufreaktionen) von Betäubungs-, Schmerz- und Kontrastmitteln können vor allem bei Überempfindlichkeit (Allergien) auftreten. Stärkere Blutungen und Infektionen im Bereich der Einstichstelle sind sehr selten und bleibende Lähmungen bzw. Sepsis als Folge extrem selten. Gelangt das Betäubungsmittel in seltenen Fällen in den Wirbelkanal, führt dies zu Gefühlsstörungen und/ oder Lähmungen der unteren Körperhälfte, die bis zu 6 Stunden andauern können, dann aber in der Regel vollständig rückläufig sind. Nach der Behandlung sollten Sie wegen der möglichen Nachwirkungen frühestens nach 6 Stunden wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, an laufenden Maschinen arbeiten oder Alkohol trinken.

Erfolgsaussichten

Häufig ist bereits nach der ersten Behandlung eine Besserung festzustellen. Oft sind mehrere Behandlungen im Abstand von Wochen erforderlich.

Vor der Behandlung

Zur Behandlung müssen aktuelle und frühere Bildgebungen (Röntgen, CT, MRT) und aktuelle Laborwerte zur Blutgerinnung vorliegen.

Nach der Behandlung

Bitte verständigen Sie bei schwerer Übelkeit oder Erbrechen, bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen oder Missempfindungen an der Einstichstelle sowie bei Nackensteife, Fieber oder Schüttelfrost sofort die Ärztin/den Arzt.

 

Stoßwelle

Die fokussierte Stoßwellentherapie (ESWT), ist ein medizintechnisches Verfahren zur Zertrümmerung und Entfernung von Kalkkonkrementen sowie zur Schmerztherapie. Das physikalische Verfahren, das seinen Ursprung in der Behandlung von Nieren- und Gallensteinleiden hat, dient heute vor allem der Behandlung von orthopädischen Erkrankungen wie z. B. Weichteil-, Gelenk- und Knochenbeschwerden.

Die fokussierte Stoßwellentherapie ist eine Methode zur Behandlung von chronischen und punktförmigen Schmerzen, hauptsächlich im Knochen-Sehnen-Übergangsbereich und in der Muskulatur.

Folgende Krankheitsbilder lassen sich besonders gut therapieren:

- Kalkschulter

- Tennis- / Golferarm

- akute und chronische Schmerzen z.B. an Rücken, Schulter oder Nacken durch dauerhaft verkürzte Muskeln

- Fersensporn

-Knochenheilungsstörungen (Pseudarthrose)

Stoßwellen sind hochenergetische Druckwellen, die den Schallwellen ähnlich sind. Sie werden gezielt auf die betroffene Stelle gerichtet. Pro Sitzung werden insgesamt etwa 1500 - 3000 Impulse abgegeben. Verkalkungen werden in Partikel zerkleinert und können dann über die Blutbahn abtransportiert werden. Vor der Behandlung wird zur Sicherung der Diagnose ein Röntgenbild oder eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um die zu behandelnde Stelle genau festzulegen.

Die Stoßwellentherapie ist eine schonende und patientenfreundliche Alternative zur operativen Behandlung. Sie wird ambulant und ohne Betäubung durchgeführt. Die erforderliche Intensität der Schallwellen wird individuell angepasst. Die Behandlung ist somit schmerzfrei.

Diese Therapieform ist besonders risikoarm. Sie kann eine operative Behandlung oft verzögern oder gar ersetzen und stellt eine wirksame Alternative in der Schmerztherapie dar.

 

Atlastherapie

Manuelle Medizin, einschließlich der Behandlung der Kopfgelenksregion (Atlastherapie) und Osteopathie bei Kindern und Erwachsenen:


Die osteopathische Philosophie, dass der menschliche Organismus eine untrennbare Einheit ist, impliziert einen umfassenderen Denkansatz zu möglichen Ursachen von Beschwerden im Haltungs-  und Bewegungsapparat.
Dementsprechend können schon kleine manualtherapeutische Techniken, auch entfernt der Schmerzregion, Linderung bringen. Bei multiplen Funktionsstörungen kommen physiotherapeutische oder osteopathische Behandlungen zur Anwendung.
Besonderes Augenmerk schenken wir den Säuglingen, deren Mütter wegen Unruhezuständen, Trinkverweigerung, Bauchbeschwerden, Entwicklungsverzögerung oder sogar Abflachung des Köpfchens beunruhigt sind. Mit umfassender Aufklärung der Eltern, manueller und/oder osteopathischer Therapie können Funktionsstörungen beseitigt und somit der Weg für eine normale Entwicklung geebnet werden.
Dies gilt auch für Patienten im Kindergarten-, Schul- und Jugendalter, welche durch Konzentrationsstörungen, fein- und grobmotorische Ungeschicktheit, Haltungsauffälligkeiten oder sogar Rückenschmerzen auffallen.
Die Untersuchung und Behandlung der Kinder erfordern viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung, die in unzähligen Weiterbildungen und der täglichen Praxis erworben wurden.

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